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zur Geschichte des Kunsthauses Horn
Das Kunsthaus wurde im Jahr 1590 als offenes U mit Arkaden zum Landesgericht (Schloss) hin als „großes Haus“ und Witwensitz der Puechhaimer unter Ferdinand Sigismund Graf Kurz fertig gestellt. Am 11. März 1657 wurde der Stiftsbrief für 12 Piaristen in Wien durch Graf Kurz und seine Gattin unterzeichnet. Bereits am 9. April startete der Unterricht, der bis zum 14 Juni 112 Schüler im 4-klassigen Gymnasium beherbergte. Ein Schreiben des 1. Provinzials an den Stifter besagt, dass die Arkaden bis ins 2. Obergeschoss vermauert seien, deren Öffnung aber noch im gleichen Jahr erfolgte, damit der Schulbetrieb weiter laufen konnte. Am 3. Mai 1658 erfolgte die Grundsteinlegung der Piaristenkirche „Hl. Antonius von Padua“, die 1662 fertig gestellt und im Jahr 1675 eingeweiht wurde. 1733 wurde der Osttrakt (Klassentraktes) zugebaut. Später (1785 – 1796) musste die Schule wegen Schülermangels geschlossen werden. Im Jahr 1827vernichtete ein Brand des Daches einen Teil der Bücher in der Bibliothek. 1872 erfolgte die Umwandlung des Piaristen-Unterstufengymnasiums in ein Landes-Obergymnasium und 1921 die Umwandlung in ein Bundesgymnasium. 1961 zog erst das Gymnasium, später auch die Handelsschule, Handelsakademie und Frauenberufsschule aus. Die Piaristenordensprovinz Österreich legte im Jahr 1983 die Stiftsverwaltung ab und beauftragte die Bezirkshauptmannschaft Horn mit der Verwaltung durch die Landesregierung. Als aber am 4. März 1986 die stiftungsbehördliche Genehmigung des Revitalisierungskonzeptes vorlag, erfolgte ein Umbau, der mit 44 Millionen Schilling Bundes- und Landesmitteln finanziert wurde und von dem Architekten Prof. Dr. Carl Pruscha, späterer Rektor der Akademie der bildenden Künste, geleitet wurde. Die Neueröffnung am 11. Juni 1988 wurde durch den damaligen LH Siegfried Ludwig vorgenommen und die Segnung durch den Piaristenprovinzial Hartmann Thaler. Fortan fand das Kunsthaus als Veranstaltungsort zahlreicher kultureller Projekte und als Kombination von Wohnraum und Werkstätte für Kunstinteressierte und Seminarteilnehmer Verwendung.
Durch die NÖ Landesausstellung 2009 ist es möglich gewesen, eine Generalsanierung des Kunsthauses Horn durchzuführen. Es wurde sowohl auf die heutigen Richtlinien des Denkmalschutzes Bedacht genommen als auch eine barrierefreie Erschließung aller Stockwerke ermöglicht. Nicht nur für die Landesausstellung selbst wurde der gesamte erste Stock adaptiert, es wurden auch die Voraussetzungen für die Nachnutzung geschaffen. Der zusätzliche Platzbedarf der Gastronomie wurde durch einen Zubau im südseitigen Gartentrakt gedeckt. Des Weiteren wurden beim Ausbau auch die Zimmer im 2. Stock mit eigenen Bad- und WC-Anlagen an die heutigen Standards angepasst. Ermöglicht wurde diese ausführliche Sanierung und der tief greifende Umbau des Kunsthauses durch die großzügige Förderung durch das Land Niederösterreich. Die Arbeiten schlossen die Sanierung von Dach, Fenstern und Fassade ein, ein Aufzugseinbau und die Adaptierung der Landesausstellungsräumlichkeiten. |
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