| Die Waffensammlung |
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Das Höbarthmuseum besitzt eine kleine Waffensammlung. Neben einigen Gewehren und Pistolen – es gab in Horn einmal fünf Büchsenmacher – befinden sich auch interessante Hieb- und Stichwaffen im Museumsdepot.
Es sind dies ein österreichischer Infanterie-Offizierssäbel Muster 1861, zwei Hirschfänger, ein Bosniakenmesser und zwei Jatagane (auch Yatagane). Der „Hirschfänger für Forstbeamte“ mit dem leicht gekrümmten Hirschhorngriff wurde bei „Hoitas Praha“ um 1920 hergestellt, das Stichblatt zeigt das tschechische Wappen. Der zweite Hirschfänger mit dem Beingriff stammt aus der Zeit um 1800 und hat eine 58cm lange verzierte Klinge. Das Bosniakenmesser in der messingüberzogenen Holzscheide von ca. 1870 hat einen besonders verzierten Beingriff. Aber die schönsten Stücke sind die beiden osmanischen Jatagane mit Griffen aus Walrosselfenbein und Messing, darin eingelegte Rubine und Korallen.
Anhand der arabischen Inschrift kann der Jatagan mit dem Beingriff datiert werden. Die Inschrift lautet: „amal Hüseyn, sahib Mustafa 1281“. Das heißt übersetzt „Angefertigt hat es Hüseyn, der Eigentümer ist Mustafa 1281“(= 06.06.1864-26.05.1865) Ein Jatagan ist ein kurzer, einschneidiger Säbel mit leicht gekrümmter Klinge, benannt nach der gleichnamigen Stadt im Südwesten der Türkei. Hergestellt wurden sie hauptsächlich in Bosnien und in der Herzegowina. Diese Waffen waren auch religiöse und später Satussymbole, gebräuchlich vom 16. bis zum Ende des 19. Jahrhunderts. Im Koran ist es den Männern verboten, Schmuck zu tragen, umso prunkvoller waren ihre Waffen. |